Update-Material

10.000.000 MORMONEN VOR 2000 n. Chr. Auf Seite 1 erklärten wir, dass die Mormonenkirche „ungefähr 3.000.000 Mitglieder“ hat „und Kirchenführer vorhersagen, dass sie, wenn die Kirche im selben Maße weiter wächst, um 2000 n. Chr. 10.000.000 Mitglieder haben wird“. Gemäß der Ensign-Ausgabe vom Mai 1981, S. 19, hatte die Kirche 4.638.000 Mitglieder zum Ende von 1980. Es wird erwartet, dass es, bevor 1982 vorüber ist, 5.000.000 Mitglieder geben wird. Ein Artikel im Kirchenteil der Deseret News sagte vor kurzem voraus, dass das Ziel von 10.000.000 vor dem Jahrhundertwechsel erreicht werden wird. Am 6. April 1980 berichtete der Salt Lake Tribune, dass „die Kirche 30.004 Vollzeitmissionare hat – die meisten in ihrer Geschichte“. Der Ensign, Mai 1981, S. 19, informiert, dass ungefähr 211.000 Menschen während 1980 zur Mormonenkirche bekehrt wurden.

ÄNDERUNGEN IN DEN MISSIONARSDISKUSSIONEN. Auf Seite 3 erwähnten wir einen Sechs-Lektionen-Plan, die Missionare auswendig lernten, um Untersucher zu belehren. Er war als A Uniform System For Teaching Investigators bekannt. 1973 wurde ein neuer Acht-Lektionen-Plan, The Uniform System For Teaching Families, von der Kirche veröffentlicht. Als die alten Missionarslektionen gedruckt wurden, enthielten sie keinen Copyright-Vermerk. Aus diesem Grund druckten John L. Smith und Hal Hougey den Plan neu und verteilten ihn weit und breit an Nichtmitglieder. Da potentielle Bekehrte von den auswendig gelernten Lektionen erfuhren, bevor sie ihnen gegeben wurden, kostete es ohne Zweifel der Mormonenkirche viele Mitglieder. Beim Druck des neuen Lektionsplans gingen die Kirchenführer sicher, dass dies nicht wieder passieren würde. Es gab nicht weniger als 129 Warnungen, dass das The Uniform System For Teaching Families von der „Corporation of the President of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints All rights reserved” mit einem Copyright versehen ist.

Dieses Handbuch war nicht so plump in Bezug auf die anderen Kirchen wie der vorherige Lektionsplan, aber sie behaupteten immer noch, dass sie sich in einem Zustand des Abfalls befänden. 1979 druckte die Mormonenkirche ein Missionarshandbuch mit dem Titel Missionary Discussions For The Jewish People neu. Auf den Seiten JC-15 und JC-17 finden wir folgendes:

„Missionar: Nach den Tagen der Apostel hörte die Offenbarung vom Himmel an die Kirche Jesu Christi auf und die göttliche Vollmacht wurde von der Erde genommen. Dies war der Anfang des falschen Christentums, das sich jetzt in Hunderte von rivalisierenden Kirchen vervielfältigt hat… Schließlich wurden viele heidnische Rituale, Zeremonien und Lehren der Christlichen Kirche hinzugefügt und die Kirche wurde als die universale oder ‚katholische’ Kirche bekannt… viele Menschen protestierten, oft auf Kosten ihres Lebens. Diese Protestanten und Reformer nahmen an Zahl zu, was schließlich zur Protestantischen Reformation führte. Trotz der Versuche, die ursprüngliche Kirche des Messias wieder aufzubauen, hatten sie keine Vollmacht und Offenbarung von Gott; und das schließliche Ergebnis ihrer Bemühungen war, dass eine abgefallene Kirche durch Hunderte anderer abgefallener Kirchen ersetzt werden sollte.“

Die Mormonenkirche wurde dafür kritisiert, dass sie einen auswendig gelernten Diskussionsplan hat, und 1981 brachte sie einen neuen Plan heraus, dass der Missionar „die fett gedruckten Teile auswendig lernen und auf jeden Fall Wort für Wort präsentieren“ müsste. Die blass gedruckten Teile sollten in den „eigenen Worten“ des Missionars präsentiert werden. Dieser Diskussionsplan sollte dem Kontakt natürlicher erscheinen als die alte Präsentationsmethode.

MEHR ÜBER MONDMENSCHEN. Auf Seite 2 lieferten wir einige Information, die zeigen sollte, dass Joseph Smith glaubte, dass der Mond bewohnt wäre. Ein anonymer maschinengeschriebener Artikel (nicht durcheinander zu bringen mit der Reaktion, die von der Geschichtschreiberabteilung vorbereitet wurde) unterstellt, dass wir in dieser Sache unehrlich gewesen sind: „Da nichts Neues mehr zu erfahren ist, erfinden die Krankwünscher Wege, um Joseph Smith mit dem ‚Mondwahnsinn’ zu fesseln. Da unglücklicherweise das Werk der Tanners als ein ‚Meisterstück’ der ‚echtesten und am besten dokumentierten’ Materialien über Mormonismus verehrt wird (Siehe II), wird Joseph in seiner Unschuld heimlich eine Mond-Manie ‚angedichtet’.“

Der anonyme Schreiber sagt, dass Oliver B. Huntingtons Bericht über die Beschreibung Joseph Smiths von den Einwohnern des Mondes „nur die senile aber liebenswerte Erinnerung eines gealterten Mormonen, dessen Gemeinde ihn für die Veröffentlichung seiner Erinnerungen lieber ehrte als sie heimlich in Scham zu verbergen: das Ärgernis, das den Mormonen allbekannterweise vorgeworfen wird“. Während es wahr ist, dass Mr. Huntingtons Aussage gegen Ende seines Lebens geschrieben wurde, können wir kaum glauben, dass die Kirchenführer Huntingtons Aussage unter dem Titel „DIE EINWOHNER DES MONDES“ veröffentlichten, nur um ihn zu ehren. Sie müssen geglaubt haben, was Huntington über den Mond gesagt hatte. Apostel Abraham H. Cannon hatte genügend Interesse an Huntingtons Aussage, um sie in seinem Tagebuch zu berichten (siehe „Daily Journal of Abraham H. Cannon“, Bd. 18, S. 57).

Der anonyme Schreiber versucht, Huntingtons Aussage unglaubwürdig zu machen, weil sie einen Segen erwähnt, der von Joseph Smiths Vater gegeben wurde:

„Der Segen, der von Joseph Smith Sen. gegeben wurde, ist diskutiert worden. Solche Segen, falls sie existieren, befinden sich in den Berichten der Kirche. Deshalb fragt man sich, warum niemand Huntingtons Patriarchalischen Segen gefunden hat. Die Glaubwürdigkeit der Behauptungen der Mormonengegner beruht auf seine Existenz. Die Tatsache ist, dass er 1837 von niemandem einen Patriarchalischen Segen bekam. Kein solcher Segen existiert. (Siehe 6.) Mr. Huntington empfing seinen Patriarchalischen Segen unter den Händen Hyrum Smiths am 14. Nov. 1843… Oliver erhielt am 7. Dez. 1836 einen Väterlichen Segen… In diesem Segen war Folgendes eingeschlossen: ‚…ehe du einundzwanzig bist, wirst du berufen werden, die Fülle des Evangeliums zu predigen, du wirst Macht haben, dich sogar mit Gott in die Himmel zu entrücken und den Einwohnern des Mondes oder der Planeten zu predigen, falls es zweckmäßig sein sollte,…’ Es ist wahrscheinlich, dass Mr. Huntingtons getrübte Erinnerung an die frühen Tage die Erklärung seines Vaters mit seinem Patriarchalischen Segen von 1843 durcheinander brachte, von dem er dachte, dass er 1837 gegeben wurde.“

Wir haben das Gefühl, dass der anonyme Schreiber einen sehr schweren Fehler macht, wenn er erklärt, dass „sich solche Segen, falls sie existieren, in den Berichten der Kirche befinden“. Eigentlich ist Joseph Smith Seniors Buch, das Patriarchalische Segen enthält, eine kurze Anmerkung auf Grund der Vollmacht der Mormonengeschichtsschreiber George A. Smith und Wilford Woodruff zugefügt worden, die deutlich macht: „Eine beträchtliche Anzahl von Segen, die durch diesen Patriarchen gegeben worden waren, wurden wegen der Nachlässigkeit der Schreiber nicht berichtet.“ (maschinengeschriebene Kopie)

Die Tatsache, dass Huntington einen Patriarchalischen Segen 1843 von Hyrum erhielt, klammert sicher nicht einen früheren Segen durch Joseph Smiths Vater aus. Auch wenn die Patriarchalische-Segen-Bücher immer noch unterdrückt werden, haben wir erfahren, dass Huntington ebenfalls einen Segen vom Patriarchen John Smith erhielt.

Während es wahr ist, dass Oliver B. Huntington einen Segen von seinem Vater William Huntington bekam, der sich wie der Segen anhört, der in dem Artikel erwähnt wird, der in The Young Woman’s Journal veröffentlicht wurde, haben wir das Gefühl, dass es wahrscheinlich ist, dass er ebenfalls einen Segen von Joseph Smith Senior bekam, der den Besuch des Mondes erwähnt. Michael Marquardt hat uns einen maschinengeschriebenen Auszug aus einem Segen gegeben, der von Joseph Smiths Vater am 15. Dez. 1836 Lorenzo Snow gegeben wurde. Lorenzo Snow, der später Präsident der Kirche wurde, erhielt folgende Verheißung: „Du wirst Macht haben, dich von einem Planeten zum anderen zu entrücken, und Macht, zum Mond zu gehen…“

Der Wortlaut des Segens, der Lorenzo Snow von Joseph Smith Senior gegeben wurde ist dem Wortlaut so ähnlich, den wir im Segen finden, der von Oliver Huntingtons Vater gegeben wurde, dass wir das Gefühl haben, dass es zwischen den beiden eine Verbindung geben müsse. Unten befindet sich ein Vergleich:

SEGEN, GEGEBEN VON JOSEPH SMITH SEN. am 15. Dez. 1836: „Du sollst Macht haben, dich von einem Planeten zum anderen zu entrücken, und Macht zum Mond zu gehen…“

SEGEN, GEGEBEN VON WILLIAM HUNTINGTON am 7. Dez. 1836: „…du wirst Macht haben, dich sogar mit Gott in die Himmel zu entrücken & den Bewohnern des Mondes oder der Planeten zu predigen…“

Wir glauben, dass William Huntington seinen Wortlaut von Joseph Smiths Vater übernommen haben kann. Da Oliver behauptete, von Joseph Smith Sen. einen Patriarchalischen Segen bekommen zu haben, scheint es sehr wahrscheinlich, dass der Segen seines Vaters darauf aufbaute. Es ist ebenfalls interessant, darauf zu achten, dass der Segen für Lorenzo Snow nur eine Woche nach William Huntingtons Segen gegeben wurde. Wenn die Kirchenführer uns erlauben würden, die Patriarchalischen Segen von Joseph Smith Sen. und seinem Sohn Hyrum zu untersuchen, könnten wir sogar mehr Information über den Besuch des Mondes finden. Sogar einigen Top-Mormonengelehrten ist der Zugriff auf diese Segen verweigert worden.

Auf jeden Fall hat Eugene England vor kurzem George Laub’s Journal, „Begonnen am 1. Januar 1845“, veröffentlicht. Es enthält einen Bericht über die Belehrung des Patriarchen Hyrum Smith (Joseph Smiths Bruder und ein Mitglied der Ersten Präsidentschaft) über „Vielfalt der Götter & der Welten“, worin wir folgendes finden:

„…jeder Stern, den wir sehen, ist eine Welt und ist von denselben bewohnt, von denen unsere Welt bevölkert ist. Die Sonne & der Mond sind bewohnt & die Sterne & (Jesus Christus ist das Licht der Sonne usw.). Die Sterne sind auf die gleiche Weise bewohnt wie die Erde.“ (George Laub’s Journal, wie in Brigham Young University Studies, Winter 1978, S. 177, zitiert)

Eine weitere Aussage, die darauf hinweist, dass Joseph Smith selbst glaubte, dass der Mond bewohnt war, ist ans Licht gekommen. Sie erscheint in einem maschinengeschriebenen Papier mit dem Titel „Sayings of the Prophet Joseph“. Wir sind nicht in der Lage gewesen, den Autor dieses Papiers zu bestimmen, aber es kommt aus der Datei eines Mormonengelehrten. Auf Seite 3 dieses Papiers finden wir diese interessante Aussage:

„Vater Rogers sagte im St.-George-Tempel, dass er den Propheten im Kirtland-Tempel sagen hörte, dass der Mond von einer Menschenrasse von etwa mittlerer Statur und sehr sanft bewohnt wäre, und sie hätten nie den Erlöser zu Tode gebracht, wenn er unter sie gekommen wäre.“

Unglücklicherweise liefert diese kurze Erklärung nicht „Vater Rogers“ Vornamen. Samuel Hollister Rogers war aber in Kirtland und lebte lang genug, um diese Sache im St.-George-Tempel erwähnen zu können. Es mag andere Männer mit dem Namen Rogers gegeben haben, auf die diese Eigenschaften passen, aber in Bezug auf diese Sache ist mehr Nachforschung nötig. Auf jeden Fall scheinen sich die Beweise zu häufen, dass die Familie Smith glaubte, dass der Mond bewohnt wäre.

 
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Eine Übersetzung aus "Mormonism - Shadow or Reality?" von Sandra und Jerald Tanner.
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