Wundersame Behauptungen

 

Die Behauptungen des Mormonismus sind derart, dass man sie nicht ignorieren kann. Der Mormonenapostel LeGrand Richards behauptet, dass „es weder einen ehrlichen Mann noch eine ehrliche Frau in dieser Welt gibt, die den Herrn lieben, die sich nicht dieser Kirche anschließen würden, wenn sie wüssten, was sie wäre.“ (Deseret News, Kirchenteil, 22. Jan. 1966, S. 16)

Die Geschichte von Joseph Smith ist wirklich sehr interessant. Als er ein junger Mann war, zog seine Familie in den Staat New York um. Innerhalb weniger Meilen im Umkreis seines Heims befand sich ein Hügel, den Joseph Smith später den Hügel Cumorah nannte. Gemäß Joseph Smith, war dies kein gewöhnlicher Hügel, denn auf diesem Hügel fanden zwei der größten Schlachten der Geschichte statt. Bruce R. McConkie vom Ersten Rat der Siebzig erklärt: „Sowohl die nephitischen als auch die jareditischen Zivilisationen fochten ihre letzten großen Kriege bis zum Erlöschen auf und in der Nähe des Hügels Cumorah (oder Ramah, wie die Jarediten ihn nannten) aus  und genau dieser Hügel befindet sich zwischen Palmyra und Manchester im westlichen Teil des Staates New York. Genau hier verbarg Moroni die Goldplatten, von denen das Buch Mormon übersetzt worden ist.“ (Mormon Doctrine, 1966, S. 175)

Auf Seite 454 desselben Buches erklärte Bruce R. McConkie: „Es wird von Brigham Young berichtet, dass es im Hügel Cumorah einen Raum gab, der mehrere Wagenladungen  an Platten enthielt.“

Ein gewöhnlicher Mensch würde wahrscheinlich nichts von Bedeutung um diesen Hügel herum sehen, aber für die Mormonen ist dies eines der bedeutendsten Orte auf der Erde.

Während Joseph Smith für Clark Chase einen Brunnen grub, fand er „einen schokoladenfarbenen irgendwie eiförmigen Stein.“ (Comprehensive History of the Church, von B. H. Roberts, Bd. 1, S. 129) Dieser könnte ein gewöhnlicher (vielleicht im Aussehenein ein wenig ungewöhnlicher) Stein gewesen sein, aber für Joseph Smith war er ein „Seherstein“. Dieser Stein wäre von Gott bereitet gewesen und durch ihn empfing Joseph Smith Offenbarungen.

Joseph Smith behauptete, dass er in der Nacht vom 21. September 1823 einen Besucher hatte. Aber das war kein gewöhnlicher Besucher, es war ein Engel, der von Gott gesandt war. Der Engel sagte Smith, dass im Hügel Cumorah Goldplatten vergraben wären. Am Nächsten Tag fand Joseph Smith diese Platten und, wenn diese Geschichte wahr ist, machte er die größte Entdeckung in der Geschichte der Archäologie. Archäologen haben Jahre lang gesucht und versucht, die Geschichte der alten Einwohner dieses Landes zusammenzustückeln, aber Joseph Smith drehte einen Stein um und fand all die Antworten. Unter diesem Stein fand er eine Kiste, die die Goldplatten enthielt. Diese Platten enthielten „einen Bericht der früheren Einwohner dieses Kontinents und von welcher Quelle sie entsprangen.“ Viel wichtiger noch, sie enthielten „die Fülle des ewigen Evangeliums“. Den Mormonenführern gemäß steht das Buch Mormon viel höher als die Bibel, weil es die „reinen“ Worte Christi enthielte. Die Bibel, so behaupten sie, ist durch bösartige Priester geändert worden. Der Mormonenapostel LeGrand Richards erklärt: „… das ‚ewige Evangelium’ konnte NICHT durch das Lesen der Bibel allein entdeckt werden… dies ist die einzige christliche Kirche in der Welt, die sich für ihre Organisation und Regierung NICHT auf die Bibel berufen muss;… wenn wir keine Bibel hätten, hätten wir trotzdem die notwendige Weisung und Information durch die Offenbarungen des Herrn ‚an seine Diener und Propheten’ in diesen letzten Tagen.“ (A Marvelous Work And A Wonder, 1966, Seite 41)

Nachdem die Mormonenkirche gegründet war, gab Joseph Smith eine Offenbarung, die erklärte, dass sich die Heiligen in Jackson County, Missouri, zu sammeln hätten. Für die Mormonenführer war dies kein gewöhnliches Land. Sie lehrten, dass dies der Ort wäre, wo sich der „Garten Eden“ befunden hätte: „ Die ersten Brüder dieser Dispensation lehrten, dass der Garten Eden sich dort befunden hatte, was uns als das Land Zion bekannt ist, ein Gebiet, für das Jackson County, Missouri, das Zentrum ist.“ (Mormon Doctrine, S. 20) In Daviess County, Missouri, fand Joseph Smith die Überreste des Altars, der von Adam, wie er behauptete, errichtet worden sein sollte. Bruce R. McConkie erklärte: „An diesem großartigen Sammelplatz brachte Adam auf einem Altar Opfer dar, der für diesen Zweck gebaut worden war. EIN ÜBERREST GENAU DIESES ALTARS verblieb auf diesem Fleck die Zeitalter hindurch. Am 19. Mai 1838 standen Joseph Smith und einige seiner Gefährten auf dem Überrest des Steinhaufens an einem Ort der Spring Hill, Daviess County, genannt wird.“ (Mormon Doctrine, S. 21)

O. B. Huntington gab in einem Artikel, der in der Mormonenpublikation The Juvenile Instructor veröffentlicht wurde, folgende Erklärung ab:

Adams Altar, der erwähnt wurde, habe ich viele Male aufgesucht. Ich saß auf der Mauer aus Steinen und dachte über die Szenen nach, die sich vor Tausenden von Jahren genau da, wo ich war, abgespielt hatten. Da waren die Felsbrocken, die Vater Adam benutzte… Joseph sagte, ‚dieser Altar wurde von unserem Vater Adam errichtet und dort brachte er Opfer dar.’… gemäß den Worten des Propheten Joseph, wanderte die Menschheit fortwährend ostwärts aus bis sie das Land an oder in der Nähe der Atlantikküste erreichten, und dass in oder in der Nähe von Carolina Noah sein bemerkenswertes Schiff baute, in dem er, seine Familie und alle Arten von Tieren wenige Tage mehr als ein Jahr lebten, ohne herauszukommen.“ (The Juvenile Instructor, 15. November 1895, S. 700-701)

(Weitere Information zu diesem Thema finden Sie in unserer Veröffentlichung Archaeology and the Book of Mormon, Seite 74-78)

Im Juni 1834, während er nach Independence, Missouri, reiste, entdeckte Joseph Smith ein „Skelett eines Menschen“. Dies war kein gewöhnliches Skelett. Es wurde Joseph Smith durch „den Geist des Allmächtigen“, offenbart, dass „die Person, dessen Skelett“ vor ihm lag „Zelph“ war, ein „weißer Lamanite“ und ein „Mann Gottes“, der während des „letzten großen Kampfes der Lamaniten und Nephiten“ getötet worden war. (History of the Church, Bd. 2, S79-80)

Im Jahre 1835 kam ein Mann nach Kirtland, Ohio, mit einigen Mumien und Papyrusrollen. Joseph Smith untersuchte die Rollen und erklärte, dass „eine dieser Rollen die Schriften Abrahams enthielt, eine andere die Schriften Josephs von Ägypten“. (History of the Church, Bd. 2, S. 236) Als Josiah Quincy 1844 Nauvoo besuchte, zeigte ihm Joseph Smith die Papyrusrollen. Quincy schrieb später:

’Und nun komm mit mir’, sagte der Prophet, „ich werde dir die Raritäten zeigen.’… Dort befanden sich einige Kiefernschränke, die an der Wand des Raumes befestigt waren. Smith öffnete diese Behälter und enthüllte vier menschliche Körper, die geschrumpft und aufgrund des Alters schwarz waren. ‚Dies sind Mumien’, sagte der Aussteller. ‚Ich möchte, dass du dir diesen kleinen Zwerg dort anschaust. Er war ein großer Mann in seinen Tagen. Wieso? Das war Pharao Necho, König von Ägypten!’ Einige Pergamente, die mit Hieroglyphen beschrieben waren, wurden uns dann gezeigt. Sie wurden unter Glas aufbewahrt und mit großem Respekt behandelt. ‚Das ist die Handschrift Abrahams, der Vater der Getreuen’, sagte der Prophet. ‚Dies ist die Handschrift des Moses und diese Zeilen wurden von seinem Bruder Aaron geschrieben. Hier haben wir den frühesten Bericht über die Schöpfung, von dem er das Erste Buch Genesis erstellte.’ (Figures of the Past, von Josiah Quincy, wie zitiert in Among the Mormons, herausgegeben von William Mulder und A. Russel Mortensen. 1958, S. 136-137)

1843 wurden „sechs Messingplatten“ in der Nähe von Kinderhook, Illinois gefunden. Mindestens eine dieser Platten ist noch vorhanden, aber sie wird als wenig bedeutend betrachtet. Immerhin behauptete Joseph Smith, dass diese Platten antike Berichte wären: „Ich habe einen Teil von ihnen übersetzt und fand heraus, dass sie die Geschichte der Person enthielten, mit der zusammen sie gefunden wurden. Er war ein Abkömmling Hams durch die Lenden Pharaos, König von Ägypten, und dass er sein Königreich vom Regenten des Himmels und der Erde empfing.“ (History of the Church, Bd. 5, S. 372)

Joseph Smith behauptete, dass seine Kräfte als ein „Seher“ sich sogar über die Erde hinaus ausdehnten. Im Tagebuch von Oliver B. Huntington finden wir folgendes:

 

„BEWOHNER DES MONDES

‚Die BEWOHNER DES MONDES haben eher eine einheitlichere Größe als die Bewohner der Erde, nämlich 6 Fuß hoch.

Sie kleiden sich sehr ähnlich dem Quäkerstil und sind im Stil und in der Mode ziemlich einheitlich.

Sie werden sehr alt, im Allgemeinen bis zu eintausend Jahre.

Dies ist die Beschreibung von ihnen, wie sie von JOSEPH SMITH, DEM SEHER, GEGEBEN WURDE, und er konnte ‚sehen’, wonach auch immer er den Vater im Namen Jesu fragte.“ (Journal of Oliver B. Huntington, Bd. 3, S. 166, maschinengeschriebene Kopie an der Utah State Historical Society)

 

Obwohl viele Joseph Smiths Behauptungen nicht akzeptieren konnten, gab es einige, die seine Vorstellungen unterstützten. Martin Harris zum Beispiel versorgte Joseph Smith mit Finanzen und wurde einer der „Drei Zeugen des Buches Mormon“. Wie Joseph Smith war Martin Harris ein Visionär. William A. Linn gibt folgende Information: „Daniel Hendrix erzählt, dass er und Harris eines Abends ins Dorf ritten, und er wies auf die Schönheit des Mondes hin. Harris erwiderte, wenn sein Begleiter ihn so sehen könnte wie er ihn gesehen hatte, könnte er ihn sehr wohl schön nennen, und er erklärte, dass er in der Tat den Mond besucht hätte, und fügte hinzu, dass ‚es nur den Getreuen gestattet wäre, die celestialen Regionen zu besuchen.’“ (The Story of the Mormons, New York, 1902, S. 35)

Viele Jahre nach Joseph Smiths Tod lehrten die Mormonen weiterhin, dass der Mond bewohnt wäre. Am 24. Juli 1870 gab Brigham Young, der zweite Präsident der Mormonenkirche, folgende Erklärung: „Wer kann uns etwas über die BEWOHNER dieses kleinen Planeten sagen, der abends scheint, den man MOND nennt?... wenn ihr nach den BEWOHNERN jener Sphäre fragt, werdet ihr merken, dass die Gelehrtesten genauso unwissend in Bezug auf sie sind wie die Unwissenden unter ihren Mitmenschen. So verhält es sich auch in Bezug auf die BEWOHNER DER SONNE. Glaubt ihr, dass sie bewohnt ist? Ich glaube eher, dass sie bewohnt ist. Glaubt ihr, dass es dort Leben gibt? KEINE FRAGE; SIE WURDE NICHT OHNE GRUND ERSCHAFFEN.“ (Journal of Discourses, Bd. 13, S. 271)

 

Noch 1892 erschien diese Lehre, dass der Mond bewohnt wäre, in einer Kirchenpublikation. In einem Artikel, der im Young Woman’s Journal veröffentlicht wurde, erklärt O. B. Huntington:

„Astronomen und Philosophen haben von einer Zeit an, an die man sich kaum erinnern kann, bis erst vor kurzem behauptet, dass der Mond unbewohnt wäre, dass er keine Atmosphäre hätte, etc. Aber neueste Entdeckungen mittels mächtiger Teleskopen haben bei Wissenschaftlern ein oder zwei Zweifel über die alte Theorie aufkommen lassen.

Fast alle großen Entdeckungen der Menschen haben im letzten halben Jahrhundert auf die eine oder andere Weise entweder direkt oder indirekt dazu beigetragen, zu beweisen, dass Joseph Smith ein Prophet war.

Ich weiß, dass er ungefähr 1837 sagte, dass der MOND BEWOHNT WÄRE, und zwar von Männern und Frauen wie auf dieser Erde, dass sie ein höheres Alter erreichen würden als wir, dass sie im Allgemeinen fast das Alter von 1000 Jahren erreichen.

Er beschrieb die Menschen als solche, die durchschnittlich eine Höhe von fast sechs Fuß erreichten und sich ähnlich dem Quäkerstil kleideten.

In meinem Patriarchalischen Segen, gegeben vom Vater Josephs, dem Propheten, in Kirtland 1837, wurde mir gesagt, dass ich das Evangelium predigen würde, bevor ich 21 Jahre alt wäre, dass ich das Evangelium den Bewohnern der Inseln des Meeres und – den BEWOHNERN DES MONDES, ja des Planeten, predigen würde, den ihr jetzt mit euren Augen sehen könnt.“ (The Young Woman’s Journal, veröffentlicht von der Young Ladies’ Mutual Improvement Associations of Zion, 1892, Bd. 3, S. 263-264)

 





Eine Ablichtung zweier Seiten aus The Young Woman’s Journal, Bd. 3. Dieses wurde von der Young Ladie’s Mutual Improvement Association of Zion (entspricht Junge-Damen-GFV) 1892 veröffentlicht. Beachten Sie, dass Joseph Smith lehrte, dass der Mond bewohnt wäre.


Während heute sehr wenige Mormonen versuchen würden, Joseph Smiths Vorstellungen über die „BEWOHNER DES MONDES“ zu verteidigen, lehrt die Kirche immer noch, dass das Buch Mormon heilige Schrift ist, dass Adams Altar sich in Missouri befindet und dass das Buch Abraham von ägyptischen Papyri übersetzt wurde.

Obwohl Joseph Smith nur 38 Jahre alt wurde, behaupten die Mormonenführer, dass er zahlreiche Besuche von „herrlichen Personen“ vom Himmel hatte. Er wurde nicht nur von Gott dem Vater und seinem Sohn Jesus Christus besucht, sondern auch von Johannes dem Täufer, Petrus, Jakobus, Johannes, Moses, Elija, Elias, Michael, Raphael, Nephi, Moroni und möglicherweise noch anderen.

Offensichtlich war Joseph Smith entweder einer der größten Propheten, der je auf dem Angesicht der Erde gewandelt ist, oder das Ganze ist ein Schwindel von Anfang bis Ende. John Taylor, der dritte Präsident der Mormonenkirche gab folgende Erklärung:“…wenn Gott nicht gesprochen hat, wenn der Engel Gottes Joseph Smith nicht erschienen ist, und wenn diese Dinge, von denen wir sprechen, nicht wahr sind, wenn die ganze Sache ein BETRUG VON ANFANG BIS ENDE ist. Es gibt kein Mittelding, kein Mittelweg in Bezug auf diese Sache; es ist ENTWEDER das eine oder das andere.“ (Journal of Discourses, Bd. 21, S. 165) Joseph Fielding Smith, der kürzlich der zehnte Präsident der Mormonenkirche wurde erklärte:

„Mormonismus, wie er genannt wird, muss auf der GESCHICHTE VON JOSEPH SMITH STEHEN oder FALLEN. Er war entweder ein Prophet Gottes, göttlich berufen, eigens erwählt und bestimmt, oder er war einer der größten BETRÜGER, den diese Welt je gesehen hat. ES GIBT KEINEN MITTELWEG.

Wenn Joseph Smith ein Betrüger war, der willkürlich versuchte das Volk fehlzuleiten, dann SOLLTE ER ENTLARVT WERDEN; seine Behauptungen sollten widerlegt werden und seine Lehren als falsch dargelegt werden,… Ich bleibe dabei, dass Joseph Smith all das war, was er vorgab… Angriffe wurden von Anfang an bis heute vorgenommen und doch ist jeder misslungen. Die Welt ist nicht in der Lage gewesen, mit dem Finger auf irgendetwas in den Offenbarungen an Joseph Smith zu deuten, das unbeständig ist oder mit dem, was vorher offenbart oder von den Propheten und dem Herrn selbst vorhergesagt worden ist, nicht in Harmonie steht. (Doctrines of Salvation, 1959, Bd. 1, S. 188-189)

 

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Eine Übersetzung aus "Mormonism - Shadow or Reality?" von Sandra und Jerald Tanner.
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